Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’
BLOG-UMZUG!
Februar 18, 2008Willkommen im Jahr der mäßig populären Kleintiere.
Februar 7, 2008Nachdem das Jahr des Frosches kurzfristig abgeblasen werden musste, beginnt heute nach dem chinesischen Kalender das Jahr der Ratte. In Taiwan ist das Neujahrsfest mit Abstand das bedeutendste Fest des Jahres – wir hingegen haben es ruhig angehen lassen. Immerhin habe ich es geschafft, bis nach Mitternacht aufzubleiben, obwohl ich gegen halb elf so hundemüde war, dass ich eigentlich keinerlei Hoffnung mehr darauf hatte. Aber ich hatte heute Morgen einiges vor.
In gut zwei Wochen soll nämlich tatsächlich mein erstes Spiel auf den Markt kommen. Es ist im Rahmen des Volkshochschul-Seminars „Spiele erfinden – wie geht das?“ bei Reinhold Wittig entstanden und erscheint, wenn nichts mehr dazwischenkommt, Ende Februar in dessen Verlag Edition Perlhuhn. Erstmal in sehr kleiner Auflage, aber das macht mir nichts, ich freue mich diebisch darüber und darauf. Ein eigenes Spiel zu veröffentlichen, war ein länger gehegter Traum, und jetzt scheint er Wirklichkeit zu werden.
Nun habe ich mir die Hälfte der Auflage gesichert, um sie selbst zu vertreiben. Da ich das auch über meine demnächst (grummel) online gehende Webseite tun möchte, bin ich also zum Gewerbeamt getigert, um herauszufinden, ob ich zu diesem Behufe ein Gewerbe anmelden müsste. Vor meinem geistigen Auge hatte ich mich schon damit abgefunden und war in diese Visionen von mir als skrupellosem Chef eines weltumspannenden Wirtschaftsimperiums abgedriftet. Aber in den Gesprächen (ich wurde noch zweimal weiterverwiesen) stellte sich heraus, dass ich noch kein Gewerbe anmelden muss, solange es sich um eine begrenzte Aktion handelt. Spiele erfinden ist nur eine freiberufliche Tätigkeit, genau wie meine sonstigen Tätigkeiten, und den Vertrieb werde ich halt erstmal zeitlich begrenzen müssen. Also wird mein Spiel vorerst nur im März über meine Webseite erhältlich sein. Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen. Ich hoffe darauf, dass es über kurz oder lang von einem größeren Verlag übernommen wird, und dann brauche ich ja auch kein Unternehmer mehr zu sein. Aber ein bisschen reizt mich die Vorstellung ja doch – wer weiß, ob ich nicht dabeibleibe, wenn ich einmal Blut geleckt habe.
Bei dem Spiel handelt es sich übrigens um ein Mathematikspiel. Wer jetzt verständnislos guckt, kann beruhigt sein: Das soll nicht das einzige Spiel meiner Autorenkarriere bleiben. Die nächsten Projekte sind schon in Arbeit.
Ansonsten versuche ich, mich von einer reichlich anstrengenden Arbeitswoche zu erholen. Von Donnerstag bis Mittwoch hatte ich dreißig Unterrichtsstunden absolviert. Sowas ist grundsätzlich anstrengend (da es ja noch zusätzliche Vorbereitung erfordert), und wenn man dann noch die Pausen zwischendurch hauptsächlich im Krankenhaus zubringt, fühlt es sich an, als gingen die Arbeitstage von 9 bis 20 Uhr. Aber ich habe es ganz gut überstanden und, abgesehen von einem Kursabschlussabend heute, bis nächsten Dienstag frei.
Dass wir heute Morgen noch nicht bei Miriam sind, liegt daran, dass heute erneut die Herzkammern ihres Berlin Hearts ausgetauscht werden müssen. Zwar dürften die beteiligten Leute mittlerweile schon etwas mehr Routine damit haben als beim ersten Mal, ist es doch ein gewisser Aufwand und wir sind ein bisschen nervös.
Abgesehen von dieser Geschichte ging es Miriam in den letzten Tagen ausgesprochen prima. Sie hat die Zehn-Kilo-Grenze in einem beeindruckenden Spurt genommen und weiß bereits, wo ihre Problemzonen sitzen. Lassen wir sie selbst sprechen:
Kein Wunder, dass sie nach wie vor nicht essen möchte…
In den letzten Tagen war netterweise ein anderes Kind, das fast genauso alt ist wie Miriam, im Bett neben ihr. Das war toll, denn Miriam hat gelegentlich zugeguckt, wie das andere Mädchen gegessen hat, und letzteres hat sich von Miriam inspirieren lassen, nach langer Intubation wieder zaghaft mit dem Sprechen anzufangen. Damit ist es jetzt leider erstmal wieder vorbei, auch wenn wir uns für die andere Familie natürlich mitfreuen, dass sie von der Intensivstation runterkonnten (sie waren auch schon seit einigen Monaten da).
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(English)
Welcome to the year of the rat – although the coming of the new year is the most important festival in Taiwan, we didn’t do much celebrating last night. But I forced myself to stay awake till midnight, although I had been very tired from too much work in the last week, so we had a little new year’s feeling.
This morning, I went to the townhall to find out whether I should found a company. That’s because I have designed a little mathematical card game which is scheduled to be published about two weeks from now. As soon as my new web page is up and running, I want to sell some copies through it, and I wasn’t sure whether I would have to register a business for such a smallscale operation. The good news is: I don’t. At least not, if this is a non-permanent thing. So I will only sell my game via my webpage (coming up, please have a little more patience) during March. After that, I will have to reevaluate the project and see if it is worth expanding.
Right now, we are waiting at home because the chambers of Miriam’s Berlin Heart are being replaced right now. This time, it should be more of a routine matter than when they did it the first time, but we are a bit nervous of course. I am calling once in a while to ask when we can go there, but there is no real news yet.
Other than that, Miriam has been developing very well in the last few weeks. She has gained much weight and is now over 10 kg. In that little video she shows us where all her fat is. No wonder she still doesn’t want to eat. In the last few weeks, there was another child about her age in her room. That was great, because they could learn much from each other. That kid was transferred to a normal ward yesterday, which is good for that family (they had been in for a few months as well) and a little sad for us. Ah well.
Eine Mail aus dem Jenseits
Januar 31, 2008Gestern kam eine Mail, mit der ich nun wirklich schon lange nicht mehr gerechnet hatte. Vor Jahren hatte ich nämlich mal so eine Phase, wo ich mich hier und da literarisch betätigt habe. Gelegentlich habe ich mal Kurzgeschichten irgendwo hingeschickt, wenn es dort literarische Ausschreibungen oder sonstige Literaturwettbewerbe gab. Einziges gedrucktes Zeugnis waren bislang zwei Geschichtchen, die in der Anthologie „Stars Privat“ erschienen sind. Dabei ging es um fiktive Begegnungen mit Prominenten.
Gestern allerdings wurde ich von der eingangs bereits erwähnten Mail überrascht. Ungefähr 2004 oder so hatte ich nämlich mal einen Beitrag zur Ausschreibung „Kritik der ungehörten Platten“ eingesandt. Die Aufgabe war es gewesen, eine Plattenkritik zu einer Platte einzusenden, die man noch nicht gehört haben sollte. Kaum vier Jahre später kam nun die Nachricht, dass der Beitrag angenommen sei und „in den nächsten Wochen“ in einem Sammelband erscheinen solle. Ich bin natürlich außerordentlich begeistert.
Ich erinnere mich noch, wie ich beim Einsenden meines Beitrags versucht hatte, im Internet eine Abbildung des Plattencovers zu finden und trotz einer gewissen Hartnäckigkeit gescheitert war. Gestern habe ich mal ganz kurz angegoogelt, und zack, hatte ich eine Liveaufnahme des Titelsongs als Video. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, gucke hier – wer sich, wie ich, eine Meinung bilden möchte, ohne das Lied zu kennen, verzichte darauf und lese erst meinen Beitrag, wenn er erschienen ist.
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(English) Several years after participating in a kind of literary contest, I was surprised by an email which announced that my contribution has been accepted and will be published in an anthology in the not so distant future. The book will contain reviews of records that the reviewers have never listened to. I had written about a Dutch singer. You can find a live version of the title song of his album here.
9000 Leute. Und Isolde.
Januar 30, 2008Wer regelmäßig fleißig die befreundeten Blogs liest, kennt das hier vielleicht schon. Aber ich hab Tränen gelacht und möchte es Euch nicht vorenthalten.
(Untranslatable. A small gem from a radio show.)
Wenn nichts anderes mehr hilft…
Januar 25, 2008Ich bin im Moment zeitlich noch ein bisschen stärker beansprucht als sonst, daher nur mal eine Kleinigkeit zwischendurch (danke, Bertrand!). Ist in Französisch mit englischen Untertiteln, aber vielleicht gibt es ja in der Zukunft sowas auch als deutsche Version mit Bier. Gern auch Linux-kompatibel. Die zugehörige Website existiert übrigens natürlich auch.
Über Miriam schreibe ich dann beim nächsten Mal wieder was. Etwas Geduld, bitte.
(English) While I am a bit busy right now, I don’t want you to miss out on France’s latest revolutionary invention. I hope the Germans will follow up with a beer version. More about Miriam at a later time.
Betaubung
Januar 19, 2008Meine routinemäßigen Jahresuntersuchungen bei der Zahnärztin mache ich ganz gern schon im Januar, um es hinter rmir zu haben. So auch gestern. Zwar wurde da nicht groß was gemacht (eine kleinere Reparatur steht noch aus), aber beim Reinigungsgang fiel mir mal wieder ein, dass das System noch nicht ausgereift ist. Das Schlimmste bei Bohrungen ist doch nicht der Schmerz, sondern das fiese Surren der Bohrer – warum also lassen sich so viele Leute das Zahnfleisch betäuben anstatt der Ohren?
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(English) I went to the dentist yesterday for my yearly routine check. It was harmless, but it got me thinking again. We all know that the worst part of dental treatments is not the pain, but the scary noises that the machinery makes. So why, I wonder, do people want to get anesthesia in their gums instead of their ears?
Miriam tanzt.
Januar 16, 2008
This is a sample of how Miriam reacts to music. Dancing seems to be a strong desire in her.
Miriam lernt Chinesisch.
Januar 11, 2008
Zum 101.!
Januar 7, 2008Den heutigen Eintrag möchte ich meiner lieben Omi widmen, die heute 101 Jahre alt geworden wäre. Im September ist sie friedlich in ihrer eigenen Wohnung im Beisein lieber Leute verstorben. Ich erinnere mich oft an sie, gerade auch im Bezug auf Miriam (nicht nur, weil diese eigentlich Miriam Ilse heißt und diesen zweiten Namen eben von Omi hat). Zum Beispiel, dass wir Enkelkinder in Omis Haaren wuscheln durften, wenn am nächsten Tag sowieso eine neue Dauerwelle anstand. Daran muss ich oft denken, wenn Miriam in meinen Haaren wühlt (was sie unabhängig davon, dass ich keine Dauerwelle habe und nur alle Jubeljahre mal einen Friseur aufsuche, täglich zur Begrüßung tut). Oder daran, wie Omi Miriam zum ersten Mal gesehen hat. Wir hatten eine Tasche dabei, die sich zu einer Liegedecke auffalten ließ, und haben sie in Omis Wohnung auf den Boden gelegt. Bevor wir irgendwie einschreiten konnten, hatte sich Omi trotz ihrer damals auch schon fast hundert Jahre auf alle Viere heruntergelassen und war selig, ihr neuestes Urenkelkind kennen zu lernen. Das ist etwas, das ich kaum je vergessen werde. Danke für alles, Omi!
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(English) Today’s entry is dedicated to my dear grandmother (Omi in German) who would have celebrated her 101. birthday today. She passed away last September, peacefully, in her own house, with some of her beloved people present. I am thinking of her much when I see Miriam, not just because Miriam got her second name Ilse from my Omi. For example, I recall that when I was little, Omi would allow us grandchildren to mess up her hair the day before she went to get a new perm. Now, whenever I enter Miriam’s room in the hospital, she demands to touch my hair (although I don’t have a perm). Also, I shall hardly forget the day when Omi first met the latest of her six great-grandchildren. We had put Miriam on a blanket on the floor, and Omi, nearly a hundred years old already, immediately went down on all fours to greet her. Thanks for everything, Omi!
Spiel 2007 in Essen und ein paar Neuigkeiten von Miriam
Oktober 23, 2007(English below)
Liebe Leute,
da bin ich wieder. Fünf Tage von Göttingen entfernt zu sein, war für mich im Moment nur deshalb einigermaßen möglich, weil ich auf der Messe in Essen wirklich ziemlich abgelenkt war. Es gab wenig Zeit zum Schlafen und für geregelte Mahlzeiten, und entsprechend bin ich erstmal ganz schön erschlagen. Aber schön war’s!
Das Erklären von Spielen liegt mir ja durchaus. Aber in den meisten Fällen erklärt man im Alltag Spiele nicht völlig Wildfremden, sondern Leuten, die man zumindest ein bisschen kennt, wenigstens den Namen und meistens noch mehr. Auf der Messe ist das anders; man setzt sich zu einem Grüppchen von Leuten, über die man nichts weiter weiß und erklärt so drauf los. Eines der Probleme dabei ist, dass Spieleerklärungen immer zielgruppengerecht sein sollten. Einmal habe ich beispielsweise (nicht auf der Messe) jemandem Tichu erklären wollen und erst nach einer Weile gemerkt, dass diese Person noch nie ein Stichspiel gespielt hatte, also keinerlei Vorstellung davon hatte, was überhaupt ein Stich ist. Wenn ich das weiß, kann ich ein Spiel entsprechend erklären; weiß ich gar nichts, kann es sein, dass ich völlig in die falsche Richtung erkläre. Sowas kann leichter passieren, wenn man in einer Gruppe landet, über die man nichts weiß. Da muss man dann möglichst schnell versuchen, ein Gefühl für die Leute zu kriegen. Aber im Großen und Ganzen hatte ich dieses Jahr auf der Messe vor allem Leute, die einigermaßen schnell von Begriff waren, was auch immer ein bisschen Glückssache ist. Insgesamt ist es so, dass viele Gruppen, die sich da an einem Tisch niederlassen, einfach nur zuhören, vielleicht ein paar Fragen stellen und dann drauflosspielen. Dann sitze ich vielleicht noch eine oder zwei Runden mit am Tisch und gucke zu, ob sie es einigermaßen richtig machen und lasse sie dann allein. Aber es gibt dann auch immer mal wieder Gruppen, wo die Stimmung schon beim Erklären so gut ist, dass ich es schade finde, nicht selbst mitspielen zu können. Diesmal kam das direkt öfter mal vor.
Außerdem habe ich in diesem Jahr wohl mehr auf Englisch erklärt als auf Deutsch. Zwar war ich nicht der einzige von den knapp zwanzig DemonstratorInnen, der Englisch konnte, aber irgendwie wurde ich speziell zu den ausländischen Gruppen immer wieder hingelotst. Diesmal hatte ich Leute aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, USA, Slowenien, Italien, den Niederlanden, Finnland, Spanien, Tschechien, Polen und wahrscheinlich noch ein paar anderen Ländern, bei denen ich nicht gefragt habe oder es schon wieder vergessen habe. Am Freitag ging es so weit, dass ich am Abend plötzlich ein Spiel auf Deutsch erklären sollte und erstmal nach den Worten rang. Aber das gehört dazu. Meine Stimme ist nach vier Tagen Dauerreden ziemlich ramponiert, aber ich freue mich durchaus auch schon auf das nächste Jahr.
Was es außerhalb des Amigo-Standes so an schicken Neuigkeiten gab, weiß ich nun natürlich kaum, weil ich nur in den Pausen mal kurz rumgelaufen bin. Aufgefallen ist mir „Cash & Guns live“, eine Partyvariante des lustigen Bankraubbeuteaufteilspiels von vor zwei Jahren (erschienen bei Repos). Diese Variante kann man im Park, auf öffentlichen Plätzen oder auch in geeigneten Wohnungen spielen. Begehrt war außerdem das neue Spiel von Friedemann Friese, nämlich „Filou“. Eigentlich wollte ich es mir auch zulegen, aber am Sonntag war es auf der Messe bereits ausverkauft. Na, das wird sich auch in Göttingen bei Gelegenheit mal finden lassen.
Von den Amigo-Spielen war dieses Jahr der gefühlte Renner „Ziegen kriegen“, ein flottes kleines Stichspiel, das eigentlich allen gefiel, denen ich es erklärt habe. Wesentlich seltener habe ich Spiele aus der Spielesammlung „4 in 1“ erklären dürfen, in der die beiden legendären vergriffenen Spiele „Mü“ und „Njet“ gemeinsam mit „Meinz“ und „Was sticht?“ neu aufgelegt wurden. Die wenigen, die sich dafür interessiert haben, waren immerhin einhellig begeistert. Der Stand war speziell im „Gangster“-Stil dekoriert, was entsprechend viel Aufmerksamkeit anzog. Im Verkauf noch besser lief aber wohl „Alchemist“, und auch „Venedig“ gefiel vielen (von den Amigo-Brettspielen in diesem Jahr mein persönlicher Favorit).
„Gangster“ brauchte viel Platz, und die größeren Tische waren sehr begehrt. Einige improvisierten…
Jetzt, wo mich der Alltag wiederhat, wird es höchste Zeit, mich um das Tichu-Turnier zu kümmern, das wir eigentlich am 24. November veranstalten wollen. Leider war der Raum im MPI, wo wir letztes Mal waren, nicht wieder so einfach zu kriegen. Das Kadenz scheint mal wieder den Besitzer gewechselt zu haben und im Moment noch ganz geschlossen zu sein. Und andere Kneipen oder Restaurants an einem Samstag Abend zu bekommen, ist innenstadtnah nahezu völlig ausgeschlossen. Einen Raum anzumieten ist meist teuer oder auch einfach nicht möglich, so dass ich noch nicht sicher bin, ob es diesmal überhaupt klappen wird. Nachmittags wäre es bedeutend einfacher, aber zumindest im Moment will ich das nicht, weil ich meine Nachmittage dann doch lieber im Krankenhaus zubringen möchte. Ich werde diese Woche noch mal ein paar Möglichkeiten ausloten – wenn es dann nicht klappt, muss ich es auf unbestimmte Zeit (Januar? Bis dahin hätte ich dann zumindest mehr Zeit zum Suchen) verschieben – leider. Realistische Vorschläge sind natürlich jederzeit willkommen.
Von all diesen Fragen ganz unberührt ist derzeit Miriam. Heute konnte ich ja zum ersten Mal wieder bei ihr sein, was nach der langen Pause natürlich eine besondere Freude war. Und es geht ihr auch einigermaßen prima, aber das Problem mit dem Erbrechen ist noch nicht unter Kontrolle. Seit gestern sind ihre Mahlzeiten verringert worden und sie bekommt wieder eine Infusion (allerdings immerhin nicht über einen ZVK, sondern über einen einzelnen Schlauch in ihrer Hand). Das ist natürlich nicht so toll, aber im Moment fällt uns auch nicht viel anderes ein. Ein bisschen spielt die Psyche vielleicht auch mit, denn wenn wir um viertel vor acht wegwollen, kotzt sie besonders gern, unabhängig davon, wann sie zuletzt gegessen hat.
Das macht uns ein bisschen Sorgen, obwohl sie trotzdem ordnungsgemäß zunimmt. Aber es kommen natürlich auch immer mal ein paar Medikamente wieder mit raus, und das ist nicht so leicht einzuschätzen, wieviel sie dann noch nachkriegen muss oder ob überhaupt.
Ansonsten war sie heute sehr fröhlich und agil, ein echter Schatz. Sie sitzt und steht (mit Hilfestellung) gern, spielt leidenschaftlich vor allem mit Büchern und schwätzt viel. Die netten und lustigen Momente überwiegen also klar gegenüber den sorgenvollen. Die Zeit, die wir bisher mit Warten zubringen, ist ja sowieso schon gar nicht mehr so richtig wahr, auch wenn sie natürlich gehörig an unseren Nerven zerrt. Wir versuchen nach wie vor, das Beste daraus zu machen. Ich hänge mal ein paar schöne Fotos an, die Elissa gemacht hat, während ich weg war. Filme folgen hoffentlich später, die habe ich mir noch gar nicht angucken können.
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(English) Sunday night I returned from Essen, after four days of explaining games at the world’s largest games fair. This is the second year I did this, after many years of traveling there as a visitor. Explaining game rules is something I have done hundreds of times in my life and I have some experience with it – doing it for four days straight is a different story altogether. Since there was a lot of background noise, my voice was strained to the limit on the third day (Saturday, the most crowded day of them all).
Despite the rather exhausting job, I enjoyed it a lot. It didn’t leave me much time to wander around to check what other companies presented this year. In the short times that I had, I saw „Cash and Guns live“ (published by Repos), a variant of the almost legendary „Cash and guns“. In this version, players don’t sit around a table, but wander around in a park or on a square or in a large apartment or whatever. It is more like a party game this time. It looked great, but I don’t know whether I would have enough opportunities to play that here. Instead, I wanted to check out a little game by Friedemann Friese called „Filou“, but when I got around to that, it was already sold out. I will keep my eyes open in Göttingen, as those who played it liked it a lot.
As for Amigo’s games (Amigo is the company I worked for), the most popular one seemed to be a little card game named „Ziegen kriegen“ („Getting Goats“). Everyone who tried it seemed to like it. Among the board games, „Alchemist“ seemed to sell well, and people also enjoyed „Venedig“ („Venice“). I only explained „4 in 1“ a few times, but that’s my personal favorite this year. It is a reissue of some older trick taking games, including „Mü“ and „Njet“, both of which are excellent. Since I never owned „Njet“, I was really happy to get it. For all who like sophisticated card games, this collection is a must.
Back at home I tried to organize our next Tichu tournament. Alas, getting a room in Göttingen on a Saturday night gets harder every year, so no success so far. If I don’t succeed, I will have to postpone it (we were hoping for the 24th of November) or change it to an afternoon date (which I am a bit reluctant to). We will see.
Yesterday I went to see Miriam again, which was great of course, after five days of absence from Göttingen. She is still doing fine, except that she is vomiting a lot, and the reasons for that are a bit unclear. The amount of food she is getting has been reduced, and she gets an infusion again to make up for that, but often she seems to puke exactly when we are leaving for the night, so some psychological aspects might be involved as well. The doctors say we shouldn’t worry too much unless it doesn’t stop within a week or so, as long as she gains weight she should be fine. But we do worry anyway. That’s what parents do, I guess.
Apart from that, she is doing just great. She can sit rather professionally right now, loves to be held in a standing position and is generally happy and cheerful. So there is a lot of strength to be gained for us when we go there, and of course we try to give her what we have as well. There are some photos that Elissa took while I was gone – I haven’t checked out the films yet, but I will as soon as I can.




