Wir sind wieder zurück, aber ich schwebe immer noch in einer Art Nebel herum. Ich will trotzdem mal versuchen, die Neuigkeiten einigermaßen sortiert zu präsentieren.
Also: Miriam war noch nicht wach, als wir bei ihr waren, zuckte aber schon so ein bisschen im Schlaf herum, und es wurde noch debattiert, ob sie schon heute oder erst morgen aufwachen sollte. Die Operation ist erstmal wohl sehr zufriedenstellend verlaufen, aber es liegen natürlich noch kritische Wochen vor uns, denn die Gefahr einer Abstoßungsreaktion ist noch nicht gebannt. Trotzdem haben wir natürlich das Gefühl, eine gewaltige Hürde übersprungen zu haben. Ich selbst habe Miriam ja nur durch das Fenster angucken können, während Elissa schon drinnen war. Zum Glück habe ich Miriam schon einmal nach einer großen Operation gesehen. Ansonsten wäre ich wohl einigermaßen geschockt gewesen wegen der vielen Schläuche und Kabel und was weiß ich. Aber so war ich einfach nur erleichtert. Allein schon ihren Bauch zu sehen (erstmals seit Ende August, seither war ja immer ein Verband davor), war einfach was Besonderes. Und soviel Speck ist es gar nicht.
Natürlich ist sie jetzt erstmal alleine im Zimmer. Die Abschottung hatte ich mir allerdings schlimmer vorgestellt. Elissa musste natürlich einen Mundschutz tragen und sich die Hände ein bisschen sorgfältiger desinfizieren als sonst, und außerdem sind halt nahezu alle nicht-sterilen Sachen aus dem Raum entfernt worden, also im Prinzip alle persönlichen Sachen von Miriam. Aber ansonsten sieht es fast normal aus.
Es war ein ganz schön turbulenter Tag für uns. Danke auch noch mal an meine beiden Kolleginnen, die sich bereit erklärt haben, morgen für mich zu unterrichten – dadurch habe ich noch einen Tag, um mich von heute zu erholen. Aber ich kann ohnehin gar nicht alle lieben Leute aufzählen, die heute Anteil genommen haben. Das war und ist einfach Wahnsinn.
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(English) We are back, but I am still a bit delirious from an exciting day. Here’s a short digest:
Miriam wasn’t awake yet when we saw her, but she should be soon, tonight or at least tomorrow. The operation went well, but of course the worries aren’t all over. The next few weeks will still be critical, but we feel that we have cleared one huge obstacle here. For the inexperienced, Miriam’s body (which I could only see through the window yet) looks pretty messed up, but since we’ve been through the aftermath of the Berlin Heart operation, I could look past all those tubes and cables and see just her.
She is alone in her room now, of course. Other than that, the quarantine is not as strict as I had expected. Elissa had to wear a mask and disinfect her hands more thoroughly than usual, and also most of Miriam’s personal stuff had to be removed from the room, but other than that, it looks almost nomal.
The staff was probably nearly as excited as we were. Several of them came by in their spare time or stayed overtime to be around during these exciting hours. Miriam has taken their hearts by storm, I guess. One story touched me especially: When Miriam was brought to the operation room last night, she apparently sat on her bed, waved at everyone and determinedly said: „Ja! Ja!“ („Yes! Yes!“ in German). It is extremely typical for her, and it gives me a feeling that she gave her consent for everything we have put her through.
This was quite a day for us. I have another day to recover from it tomorrow before it is back to work – thanks to my two dear colleagues who will substitute for me tomorrow. Two wonderful people out of so many who have given us strength throughout the months. It is impossible to properly thank you all who deserve it – you know whom I mean!
Februar 12, 2008 um 9:40 |
Hallo ihr lieben
ihr habt schon so viel geschaft auch das werdet ihr schaffen wir sin in unseren Gedanken ganz na bei euch. Erzählt Miriam von leonie sie wartet schon darauf Miriam zu besuchen . jetzt geht es aufwärts
Sind immer für euch da
alles liebe Danni und Leonie
Februar 12, 2008 um 9:54 |
hallo ihr tapferen,
das klingt alles richtig, richtig gut und wir freuen uns riesig für euch. diese kleinen krümel haben viel mehr kraft, als man ihnen so zutrauen würde. und ihre regenerationskräfte sind legendär. miriam wird sich schnell erholen und euch dann gewaltig auf trab halten.
hier wartet auch ein kleiner schieter auf eine neue spielgefährtin!!
danke für deine tolle berichterstattung – wir haben so mit euch gefiebert, dass du uns wirklich einen riesen gefallen damit getan hast.
ach ja, und speck wirds demnächst auch nicht geben…. wenn sie erst mal anfangen kann das laufen zu lernen, hat es sich was mit ansetzen.
ich wünsche euch allen eine ruhige und völlig ereignislose nacht.
küsse und drücker,
susi und co.
Februar 12, 2008 um 10:47 |
Wir freuen uns sehr, dass alles so toll klappt. Die nächsten Tagen werden sicherlich schwierig sein – aber jetzt habt ihr ja klares Ziel und klare Perspektiven vor Augen und das ist (das wissen wir aus eigener Erfahrung) bei allen Problemen besser als das trostlose Warten.
Haltet noch ein bißchen durch. Wir sind bei euch.
Februar 13, 2008 um 8:21 |
wir denken an euch!
Februar 13, 2008 um 2:06 |
Hallo ihr lieben
Wir denken an Euch!
Wen-Ching+Chen-JUng+Wei-Che
Februar 13, 2008 um 4:05 |
okay, und weiter gehts. atmen nicht vergessen!
ganz liebe grüße von bine berlin