Als ich am Sonntag auf Station kam, war Miriam übrigens nicht an ihrem Platz, sondern saß im Stationszimmer und las ein Buch. Einige Schwestern hatten sich mit ihr auf die Reise gemacht, indem sie eine Wickelunterlage auf den Fußboden gelegt und sie darauf hatten langmarschieren lassen. Eine andere Schwester kam mit dem Berlin Heart hinterher. Solche Ausflüge sind natürlich selten, das geht nur, wenn auf der Station mal eine ruhige Phase ist. Zurück habe ich sie dann auch getragen.
Im ihrem Zimmer ist jetzt ein anderes Kind, das fast gleichaltrig ist wie Miriam. Mit diesem Mädchen war sie auch früher schon mal zusammen im Zimmer, da war jenes allerdings noch intubiert und ziemlich eingeschränkt. Jetzt kommunizieren die beiden dagegen sehr schön miteinander, und ich hoffe, dass jetzt mal für eine Weile keine Verlegungen mehr stattfinden. Zwischendurch mussten wir uns eine Weile lang quasi täglich auf neue MitbewohnerInnen einstellen.
Ansonsten habe ich ab morgen etwas überraschend zusätzliche Arbeit bekommen, eine Vertretung in der Volkshochschule. Das wird mich ziemlich auf Trab halten. Außerdem sieht es so aus, als ob tatsächlich in gut drei Wochen die Erstauflage meines ersten Spiels auf den Markt kommen würde, und bis dahin ist noch einiges zu erledigen. Also wundert Euch bitte nicht, wenn ich mich ein bisschen rar mache; ich versuche, Euch bestmöglich auf dem Laufenden zu halten.
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(English) Is it good news if I have little to write about Miriam? She is learning well, her vocabulary is extending on a daily basis. She is now trying to tackle some people’s names. The urge to move has also increased; she is trying to pull herself up often (although she still cannot sit up by herself). The other day she actually went on a little trip outside her room. Some nurses had put some cover onto the floor and let her „walk“ on it to another room. Such things are only possible when there is a quiet afternoon in the ward, which only happens occasionally. But you can tell how much Miriam enjoys it.
In her room, there is now another girl of almost her age. That is great, because the two of them can communicate face to face. I sure hope that they will stay together for a while, because lately there had been a lot of changes, with new „neighbors“ on an almost daily basis.
As of tomorrow, I have unexpectedly been assigned another class at Volkshochschule (the community college that I work at), which will probably keep me quite busy. Also, I am in the final stages of preparing my game publication, due in late February. So don’t be surprised if I cannot post as often as usually. I will try my best to keep you updated.
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