Noch ein Austausch und ein bisschen Karstadt

By hilkman

Nachdem Miriams Karriere als internationales Golfwunder feststeht (wobei ich hoffe, dass ihr noch Zeit für ihre Arbeiten an der Symphonie für Xylophon und Bettgeländer bleibt), erscheinen alle anderen Nachrichten derzeit fast zu banal, um darüber zu schreiben – aber ich zwing mich einfach mal. Ich mach es aber kurz, weil ich in einer ziemlich intensiven Woche stecke und mir nicht auch noch die Nächte mit Bloggen um die Ohren hauen möchte.

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Gestern war es jedenfalls überraschend aufregend im Klinikum. Ziemlich unerwartet kam die Nachricht, dass eine der künstlichen Herzkammern ausgetauscht werden müsse. Nun ist das eigentlich (wie ich meiner Erinnerung nach auch schon mal geschrieben habe) eine Prozedur von einer Minute oder auch zwei, aber sie findet ja nun nicht im luftleeren Raum statt. Nach dem Mittagessen (das wir eingenommen haben, nicht sie – sie musste nüchtern bleiben) wurde ihr erstmal wieder ein zentraler Venenkatheter (ZVK) gelegt, den sie ja nun seit Monaten nicht mehr hatte. Sowas dauert im günstigeren Fall vielleicht eine halbe Stunde, ist aber natürlich nicht so exakt berechenbar. Gestern beispielsweise mussten wir satte anderthalb Stunden im Elternzimmer warten, und das waren ungefähr anderthalb Stunden mehr, als ich angesichts meines sonstigen Arbeitspensums übrig hatte. Für das Austauschen der Herzkammer mussten dann auch noch einige Leute zusammengetrommelt werden. Da außer der Kardiotechnikerin von Berlin Heart noch niemand der Anwesenden so einen Austausch vorgenommen hatte, waren alle entsprechend unter Strom, vergleichbar mit dem Austauschen der Steuerungseinheit neulich. Das kriegte ich dann aber schon nicht mehr mit, weil ich mich nach dem Legen des ZVK verdünnisieren musste, um noch rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Während des Unterrichts war ich entsprechend unter Strom, weil ich ja erst hinterher erfahren konnte, wie es ausgegangen war. Es war dann alles in Ordnung und kein Grund zur Sorge, aber das ist ja immer schlecht steuerbar. Mittlerweile ist der ZVK schon wieder entfernt und Miriam ist gut drauf, wie gehabt.

Leider wird jetzt doch noch vor Weihnachten ihr Raum saniert werden. Das heißt, dass sie am Montag in ein anderes Zimmer verlegt werden wird, wo sie dann zumindest bis Freitag oder so ausharren muss. Das ist allerdings kaum ein Problem für sie; ich glaube, dass sie es sogar ganz gut findet, wenn um sie herum ein bisschen was los ist. Für die Eltern ist das kleine Zimmer allerdings deutlich erholsamer.

Und Erholung habe ich dringend nötig, und das wird sich in den kommenden Tage eher noch steigern. Am Freitag und am Samstag bin ich bei Karstadt in der Markthalle Göttingen zu bewundern. Ich soll dort für Amigo und Zoch Spiele vorführen (Halli Galli und Didi Dotter). Eigentlich sollte das Routine sein, zumal die Spiele eher simplerer Natur sind und keine riesige Vorbereitungszeit erfordern. Anders als auf der Messe in Essen ist allerdings, dass ich dort auf mich allein gestellt sein werde. Bin selbst gespannt, wie das so läuft. Wundert Euch aber bitte nicht, wenn ich erst am Sonntag oder nächste Woche wieder dazu komme, was Neues zu schreiben.

(English) The past days have been rather full – a piece of the Berlin heart had to be replaced on Tuesday. Now normally that is a thing of a minute or two, but preparation takes hours. So Tuesday was a waiting day with some worries for us. I had to leave eventually, because I still had to teach in the evening. Everything went fine, despite some of the staff being rather nervous about the whole thing (which was done for the first time in this hospital).

On Friday and Saturday I will have to work at a local department store, explaining games to interested customers. In a way that will be similar to my work in Essen in October, except that this time I will be more or less on my own. I am sure it will work out fine, but I am also quite sure that by the end of this week I will be pooped. So don’t be surprised if there aren’t any news from me till Sunday or next week or so.

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