Wie der Hikolausi einmal beinahe mit dem Hubschrauber geflogen wäre

By hilkman

Heute habe ich eine seltene Gelegenheit verpasst. Als ich am Nachmittag so bei Miriam am Bett herumstand, sprach mich einer der Ärzte an und fragte mich, ob ich für ein paar Kinder den Nikolaus spielen wollte. Ich würde da mit dem Hubschrauber hinfliegen. Wohin denn, fragte ich, der das zunächst für einen Scherz gehalten hatte. Zum Ostausgang, hieß es dann. Das schien mir dann endgültig skurril – vom Keller des Klinikums mit dem Hubschrauber zum Ostausgang? Wie auch immer, ich musste ablehnen, weil ich am Abend noch arbeiten musste. Das wäre zu spät für mich geworden. Immerhin kriegte ich noch mit, dass jemand anders gefunden worden war und dass die Hubschraubergeschichte tatsächlich genauso gemeint gewesen war: Der Hubschrauber wäre sozusagen vom Hubschrauberlandeplatz einmal übers Klinikum gehüpft und hätte am Ostausgang den Nikolaus ausgespuckt, der dann die Kinder mit kleinen Geschenken beschert hätte. Also will sagen: Das hat wohl auch so stattgefunden, nur dann leider ohne mich. Dabei hätte ich einen Hubschrauberflug durchaus mal sehr spannend gefunden, zu sowas haben Normalsterbliche ja kaum mal Gelegenheit (wenn sie nicht gerade schwer verletzt sind oder so). Und so ein Miniflug ist natürlich ideal, um die Neugier zu befriedigen. Ich fliege ja nicht unbedingt speziell gern oder so, aber so hätte ich zumindest gewusst, wie sich ein Hubschrauberflug anfühlt. Na ja, vielleicht bewerbe ich mich nächstes Jahr mal als Klinikumsnikolaus… ;-)

Überhaupt habe ich ja so eine Art nikolausorientierten Spitznamen. Als ich in Taiwan im Kindergarten arbeitete, hatten die Kinder mit dem Namen „Hilko“ so ihre liebe Not. Das klang eher nach „Hiko“. Und wie es nun mal üblich ist, wurde hinten noch respektsvoll „Lehrer“ drangehängt: „laoshi“. Mit ein bisschen taiwanischem Akzent klang das dann verdächtig nach „Hikolausi“. Gelegentlich musste ich mir verkneifen, mit „Ich bin kein Hikolausi, ich bin ein Osterhasi“ zu antworten. Aber süß war es natürlich. Also, falls mal wieder jemand einen Nikolaus sucht, der mit einem Hubschrauber einschweben soll, ruft mich an… der Hikolausi steht bereit.

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Na gut, ich geb’s zu: Ohne Brille sieht so ein Nikolaus doch noch eine Spur authentischer aus.

(English) Today I missed a rather unique opportunity. One of the doctors asked me whether I wanted to play Santa Claus (Nikolaus in Germany, where he comes on the 6th of December rather than at Christmas) for some kids at the hospital. The offer included a very brief helicopter ride to show the kids that Santa is coming in by helicopter. Now I would have been really eager to be in a helicopter once in my life, especially for such a short flight (I am not someone who particularly loves flying, but to get a taste of it? Sure!). Unfortunately, I couldn’t do it as I had to work at night and had to leave shortly after I was asked.

When I was working in a kindergarten in Taiwan, the kids often called me Hikolausi („Hiko“ for Hilko, which they couldn’t pronounce too well, and „lausi“ as a Taiwanese version of the Chinese word „laoshi“, meaning „teacher“). That bore a striking similarity with „Nikolausi“, a superfamous name for Santa Claus from a breathtakingly hilarious radio sketch by a Bavarian comedian named Gerhard Polt. So I seem to be quite suitable for playing Santa – if you need a Santa somewhere who is being dropped off by helicopter, let me know… :-)

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