Sport ist Mord!

By hilkman

Dass Sport ausgesprochen gesundheitsgefährdend ist, ist ja vielleicht keine ganz neue Erkenntnis mehr. Dass die gefährlichste aller Sportarten allerdings weder Kickboxen noch Dragsterfahren oder sowas ist, sondern das auf den ersten Blick eher unscheinbare Rhönradturnen, wurde mir erst durch einen Aktionstag am Klinikum Göttingen bewusst. Genauer wurde das leider nicht ausgeführt, aber das Bild spricht wohl für sich. Und einen kolossalen Unterbiss hat das Rhönradopfer sich offenbar dabei auch noch eingefangen. Leider ist das Beweisfoto sehr unscharf – aber glaubt mir einfach!

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Andere Sportarten sind dagegen ungefährlicher. Was mich allerdings dann geritten hat, mal so eine Kletterwand zu betreten, weiß ich auch nicht recht. Wahrscheinlich brauchte ich mal wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Die Kletterwand stand schon seit ein paar Tagen in der Klinikumshalle herum, und einige nette junge Leute standen zur Einweisung bereit. Aber erstens hatte ich mich in den letzten Tagen nicht so sehr fit gefühlt, und zweitens hatte ich nie jemanden dort klettern sehen. Als ich nun gestern dran vorbeiging, hing jemand in der Wand. Ich hab dann da noch einen Moment rumgestanden und mich dann einfach mal drangewagt. So ganz meine Welt ist es nicht, aber es war auch irgendwie interessant. Diese ganzen Gnubbel und Mömpel an der Wand sind unterschiedlich wertvoll; manche sind prima Griffe, an denen man guten Halt hat, andere sind derartig rund, dass sie zumindest für Anfänger wie mich überhaupt keine ernsthafte Hilfe darstellen. Na ja, so nach fünf Metern oder so hatte ich dann genug, habe um ein Foto gebeten und mich runterseilen lassen. Immerhin war mir während des Kletterns die Höhe, in der ich hing, überhaupt nicht groß bewusst. Als ich wieder unten war, merkte ich allerdings, dass ich doch ganz gut ins Schwitzen geraten war und meine Arme auch ganz schön beansprucht waren. Im Ernstfall hätte ich mich dafür allerdings sicherlich auch noch besser aufgewärmt.

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Und sonst? Miriam hat vorletzte Nacht wieder ständig kotzen müssen. Das ist zwar eher doof und natürlich machen wir uns auch Sorgen darum, allerdings ist es diesmal mit Durchfall gepaart und daher vielleicht ganz unabhängig von den Medikamenten und dem Kunstherzen und der Ernährungsproblematik und vielmehr sowas, was ein Baby halt mal durchmachen muss. Man neigt ja ein bisschen dazu, alles was jetzt kommt, auf den Krankenhausaufenthalt zurückzuführen; dabei ist vieles, was wir erleben, auch das, was andere Eltern genauso kennen. Da haben wir es fast noch besser, weil wir nicht alles selbst waschen und neu beziehen müssen. Ich hoffe natürlich trotzdem, dass sie in ein paar Tagen wieder „fit“ ist, aber eigentlich ist sie das auch jetzt schon; sie lässt sich jedenfalls nichts anmerken, ist fröhlich und aktiv und so weiter.

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Schön für uns ist übrigens, dass das Elternzimmer erstmals seit ungefähr drei Wochen wieder zugänglich ist. Drumherum gab es eine Baustelle, so dass wir nicht mehr hineinkonnten und auch die Station über die Nachbarstation betreten mussten. Jetzt ist es andersherum; die andere Station benutzt unseren Eingang mit, weil ein anderes Teilstück des Flurs saniert wird. Das ist sicherlich ok, allerdings zeichnet sich die Bauleitung nicht unbedingt durch brilliante Planung aus. Zum Beispiel hingen die Umleitungs-Wegweiser für die aktuellen Zugangswege bereits einen Tag vor Beginn der Bauarbeiten. Wer also zufällig am Mittwoch erstmals zu unserer Station wollte, wurde auf unnötige Umwege geschickt. Und es wurde nebenbei auch ignoriert, dass auf der Umleitungsstrecke eine andere Fußbodensanierung im Weg war. Und die Schließung des Elternraumes wurde erst einige Stunden vor Beginn der Baumaßnahmen bekanntgegeben, so dass einige meiner Sachen (glücklicherweise nichts Wichtiges) drei Wochen lang in einem Schließfach ihr Dasein fristen mussten. Aber wie gesagt, das ist Vergangenheit, und jetzt können wir auch das Sofa im Elternzimmer wieder nutzen, was sehr, sehr wertvoll ist.

Dafür wird auch auf der Station selbst saniert. Da nicht alles gleichzeitig dichtgemacht werden kann, wird zimmerweise vorgegangen. Um die Belästigungen kleinzuhalten, werden die Fenster im jeweils zu bearbeitenden Zimmer herausgenommen und der Bautrupp rückt von außen an. So können die Türen zum Stationsflur und gegebenenfalls zu den Nachbarzimmern komplett geschlossen gehalten werden. Das wiederum ist ziemlich pfiffig. Miriams Zimmer soll allerdings nicht mehr vor Weihnachten an die Reihe kommen, so dass ich mir darum eh keine großen Gedanken mache.

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(English) Not only Winston Churchill warned us of the dangers that sports can mean for an unsuspecting body. I was, however, taken by surprise by the fact that wheel gymnastics can be so hazardous. That message was visualized by an exhibit in the hospital’s entrance halls. As I wasn’t ready to take such final risks, I tried climbing instead. It was an interesting experience, and I do not recall that I have ever been so exhausted after moving just a few meters. While it didn’t become my favorite activity, I am happy I tried it out. I guess I need the experience of success once in a while, and this was a free opportunity.

In the meantime, Miriam has been puking massively again. This time, however, it might not have anything to do with her general condition, but instead might be some digestive problem that other kids her age might also experience. She herself doesn’t seem to mind one bit, and we parents are probably lucky that a lot of the washing and sheet changing is done for us…

The part of the hospital which we are in is undergoing construction. That may be necessary, but it doesn’t seem to be planned all that well. At least we can access the parents’ waiting room again, which means there are lockers and a sofa again. That really helps, as we noticed in the last three weeks when they were working on it. The ward itself will also be renovated, but Miriam’s room isn’t due until after Christmas, so nothing to worry about right now. The workers actually enter the rooms that are being renovated from the outside, after taking out the windows. So no dust and dirt can get into the corridor or other rooms through any doors. Looks like a smart idea.

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Eine Antwort zu “Sport ist Mord!”

  1. susi, olli und karlchen sagt:

    auch draussen kann einem so einiges widerfahren…
    da möcht´ ich doch nicht tauschen!!!!!

    http://static.twoday.net/sighborg/images/great_white.jpg

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